Eisen

Eisen (Fe) – Schutzpanzer der Vitalität

Allgemeines: Das Spurenelement Eisen transportiert über die roten Blutkörperchen den Sauerstoff im Körper. Eisen ist Bestandteil vieler lebenswichtiger Enzyme (zum Beispiel für die Atmung). Insgesamt enthält der Körper eines Erwachsenen etwa 3 bis 4 Gramm Eisen.

Durchschnittlicher Tagesbedarf: bei leichter Arbeit für Männer 12 Milligramm und für Frauen vor den Wechseljahren 18 Milligramm, während der Schwangerschaft etwa 30 Milligramm und nach den Wechseljahren 13 Milligramm.

Eisen ist enthalten in: Hirse, Sojabohnen, Haferflocken und Roggenvollkornprodukten. Fisch, Fleisch, Innereien, Schalentiere und Eigelb bieten viel Eisen in gut resorbierbarer Form an. So enthält beispielsweise ein mageres Steak von 200 Gramm bereits 4,06 Milligramm Eisen.

Achtung: Leider wird durch Abbauprodukte und bei Frauen auch mit der Regelblutung laufend Eisen ausgeschieden. Schwangere, Stillende, Kinder, Jugendliche und Hochleistungssportler haben einen besonders hohen Eisenbedarf. Bei Infektionen verbraucht das Abwehrsystem enorme Eisenmengen. Das Eisen liegt in Pflanzen in einer schwer resorbierbaren Verbindung vor, so dass der Darm nur etwa 10 Prozent des in Pflanzen angebotenen Eisens verwerten kann. Da wir aus pflanzlichen Zellen deren Inhhaltsstoffe nur heraus holen können, wenn die Zellwände aufgebrochen sind, müssten wir bei streng vegetarischer Kost unsere Nahrung wie die Wiederkäuer (Rinder) praktisch etwa 18 Stunden mit den Backenzuähnen zermahlen, um die dürftigen Eisenanteile heraus zu lösen. Aber wer hat schon zu derartigen Kieferturnübungen Lust und Zeit? Vegetarier haben folglich erhebliche Eisenmängel und Vitamin-B12-Mängel sowie Mängel an vielen anderen Nährstoffen.

Eisen ist wichtig für: die Funktion der Muskelfasern und gibt dem Fleisch die rote Farbe (Myoglobin). Die Eisenaufnahme ist bei Nickelmangel deutlich gesenkt. Auch ein Zuviel an Calcium oder Phosphor behindert die Eisenaufnahme. Tee, Kaffee und Rotwein bilden mit Eisen schwer verwertbare Verbindungen. Vitamin C ist dagegen ein guter Partner, denn es steigert die Aufnahme und Verwertbarkeit des Eisens. Früher galt er als die „Eisenbombe“: Spinat. Doch heute weiß man: einen Eisenmangel kann man durch Spinat allein bestimmt nicht ausgleichen. Leider schlich sich in den ersten Spinatanalysen ein folgenschwerer Kommafehler ein, der zur völligen Überschätzung des Spinats als Eisenlieferant führte. Inzwischen hat sich die über bewertete Blattpflanze wieder in die Liste der anderen eisenhaltigen Gemüsesorten eingereiht, die etwa 0,5 bis 1,5 Milligramm pro 100 Gramm enthalten, also eher wenig.
Eisenmangel führt zu: einer vermehrten Aufnahme des giftigen Kadmiums. Ein solider Eisenmangel, wie er zum Beispiel bei einer manifesten Eisenmangelanämie vorliegt, kann durch die Ernährung praktisch nicht ausgeglichen werden, denn dazu müsste man zum Beispiel ein halbes Jahr lang täglich etwa 1,5 Kilogramm mageres Steakfleisch zu sich nehmen. Wer mag schon so viel Steak! Und zweitens würde diese absolut einseitige Ernährung zu Mängeln an anderen Bausteinen führen. Eisenmängel führen bei Kindern zu Wachstumsstörungen bis hin zu verminderter geistiger Leistungsfähigkeit mit auffälligen Verhaltensweisen oder gar geistigr Minderentwicklung. Auch Erwachsene brauchen Eisen zur Bildung der Neurotransmitter, der Botenstoffe im Gehirn. Mängel führen zu Gedächtnis- und Konzuentrationsstörungen, Unruhezuständen, Depressionen und gestörtem Schlaf.
Bei gleichzeitigem Magnesiummangel kommt es zu Kribbeln in den Beinen. Betroffene laufen ständig ruhelos umher. Da >Eisen auch für dein Vitamin-B2-Stoffwechsel notwendig ist, führt Eisenmangel zur verminderten Produktion von Nuklein-säuren (RNS, DNS). Diese sind für die Zellreparatur vonnöten. Als Mangelfolge heilen Wunden schlecht, werden Haut, Nägel und Lppen rissig und die Haare brüchig. Die Haut wird blass, die Zunge schwillt an. Auch Schluck- und Verdauungsstörungen sind die Folge, oft auch Darmverstopfung, Übermäßige Regelblutungen der Frauen, unbemerkte Blutungen im Magen-Darm-Kanal, Hämorrhoiden, Operationen und chronische oder heftige akute Entzündungen führen selbst bei guter Ernährung zu einem Eisenmangel. auch die Einnahme vieler Medikamente führt zu einem Mehrbedarf an Eisen.
Eisenüberschuss führt zu: einer Behinderung der Zhinkaufnahme. Auch ein Zuviel an Eisen ist schädlich. Es wird in Leber, Bauchspeicheldrüse, Herzmuskel und Gehirn abgelagert und führt dort zu starken Funktionsstörungen bis hin zur Organdegeneration.