Jod

Jod (J) – das „Gaspedal“ des Stoffwechsels

Allgemeines:
Jod ist für den Menschen unverzichtbar. Die Grundregulation des Stoffwechsels ist jodabhängig.

Durchschnittlicher Tagesbedarf: mindestens 200 Mikrogramm

Jod ist enthalten in: Seefischen, die Sie 1 bis 2 Mal in der Woche essen sollten. Ein wenig Jod ist auch in Milch, Eiern, Feldsalat und Möhren. Daher sollte jodiertes Kochsalz verwendet werden, da dieses das Spurenelement Jod in ausreichender Menge enthält. Ersatzweise bieten sich die japanischen Gewürze, Aroma oder Kombucha (Bioladen), jodhaltiges Mineralwasser oder jodhaltige Zahnpasta an.

Achtung: In Deutschland erhalten die Menschen – mit einem Nord-Süd-Gefälle – nur 100 bis 80 Mikrogramm pro Tag, da der Boden und somit die Nahrung nur sehr wenig Jod enthalten. Die „Nordlichter“ sind etwas besser versorgt, da sie mehr Seefische essen – und gerade diese sind unsere wichtigste Jodquelle. Auch in den meisten übrigen Ländern der Welt ist die natürliche Versorgung mit dem Spurenelement Jod nicht ausreichend. Obwohl Jod in vielen Ländern bereits dem Speisesalz zugesetzt wird, ist weltweit mit über 250 Millionen Jodmangel-Erkrankten zu rechnen.

Jod ist wichtig für: die Funktion der Schilddrüse, um die Schilddrüsenhormone Thyroxin, Tetrajodthyronin (T4) sowie Trijodthyronin (T3) zu bilden. Diese Schilddrüsenhormone steuern den Stoffwechsel des gesamten Körpers.

Jodmangel führt zu: einer Unterfunktion der Schilddrüse mit Antriebsstörungen, zu Müdigkeitsgefühl und insbesondere zu Fettspeicherung. Bei Jodmangel liegt die Körpertemperatur oft unter 37 bis an 36 Grad Celsius, die Menshen haben häufig kalte Hände und Füße und erniedrigten Puls und leiden unter Stimmungsschwankungen, depressiven Zuständen, trockener Haut, Haarausfall und brüchigen, splittrigen Nägeln. Die meist dicken Menschen mit Jodmangel verlieren trotz strenger Diäten kaum an Gewicht und leiden unter Verstopfung. Auch das Denken ist träge und verlangsamt und der Puls oft niedrig.
Wachsen Kinder bereits mit Jodmangel auf, so kommt es zum Kretinismus. Diese Kinder zeigen einen kleinen Wuchs, oft starke Störungen im Knochenaufbau und sind leicht schwachsinnig. Bei starkem Jodmangel wuchert die Schilddrüse und versucht so, „mit Gewalt“ mehr Schilddrüsenhormone zu bilden.. Es kommt zum sogenannten Kropf, einer Vergrößerung der Schilddrüse, die zum Teil enorme Ausmaße – fast bis zur Größe eines Fußballs – erreichen kann. Glücklicherweise sieht man heute solche starken Kropfbildungen und Kretinismus kaum mehr – dank der Zufuhr von Jod zum Speisesalz.

Jodüberschuss führt zu: Akne oder gar zur Basedowschen Erkrankung mit Gewichtsverlusten, Unruhezuständen bis hin zur Zittrigkeit und erhöhter Sauerstoffaufnahme mit Wärme- und Schwitzgefühl. Der Puls jagt dann zu schnell und die Betroffenen erscheinen oft überaktiv, sind aber nicht unbedingt produktiver, da sie sich zuviel „um die eigene Achse“ drehen.