Kobalt

Kobalt (Co) – der Vitamin-Aktivator

Allgemeines: Da der menschliche Körper insgesamt nur etwa 2 bis 3 Milligramm Kobalt enthält, hat man in der Wissenschaft dieses Spurenelement lange übersehen. Bauern in Neuseeland und Australien hat man die wichtige Entdeckung der Wirkung von Kobalt auf die Bildung der roten Blutkörperchen zu verdanken. Die Farmer stellten fest, dass ihre Schaf- und Rinderherden auf manchen Weiden nicht gediehen, während sie sich auf anderen Weiden prächtig entwickelten. Erst 1935 stellte man fest, dass die Ursache ein Kobaltmangel im Weidegras war. 1948 wurde entdeckt, dass Kobalt ein Bestandteil des Vitamins B12 ist. Mit Hilfe von Bakterien bauen die Wiederkäuer im Blättermagen zusammen mit Kobalt das Vitamin B12 auf, das besonders in Fleisch und ein wenig auch in Milch und Milchprodukten vorkommt.

Durchschnittlicher Tagesbedarf: bei leichter Arbeit für Frauen und Männer etwa 0,007 Milligramm.

Kobalt ist enthalten in: Fleisch, Fisch und in Vitamin B12. Genügend Kobalt enthalten Nüsse, Gemüse und Hülsenfrüchte. Darmbakterien des Menschen können nur wenig Kobalt verwerten.

Achtung: Ohne Kobalt gäbe es kein Vitamin B12. Strenge Vegetarier leiden an einem Mangel des kobalthaltigen Vitamin B12.

Kobalt ist wichtig für: den Menschen als Bestandteil des Vitamins B12 sowohl für die Bildung der roten Blutkörperchen als auch für den Aufbau von Zellkernen durch Aktivierung vieler Enzyme. Kobalt scheint für die Jodaufnahme in die Schilddrüse wichtig zu sein und für das Herauslösen von Eisen aus den Speichern.

Kobaltmangel führt zur: perniziösen (lebensbedrohenden) Anämie, denn Kobalt geht mit den Intrinsic-Faktor in der Magenschleimhaut eine Verbindung ein, die die Aufnahme von Vitamin B12 erst ermöglicht.

Kobaltüberschuss führt zu: Störungen des Herzens, da Kobalt antagonistisch zu Calcium wirkt und die Herzmuskeln durch Calciummangel geschwächt werden.