Molybdän

Molybdän (Mo) – gehört zum „Katerfrühstück“

Allgemeines: Molybdän ist ein lebenswichtiges Spurenelement. Es ist an der Einlagerung des Fluors in den Zahnschmelz beteiligt.

Durchschnittlicher Tagesbedarf: etwa 500 Mikrogramm.

Molybdän ist enthalten in: Hülsenfrüchten, Getreide, Haferflocken und Vollkornbrot sowie in geringeren Mengen auch in Kartoffeln, Reis, Eiern, Nudeln, Spinat, Bohnen und Leber.

Achtung: trinkt jemand bei Molybdänmangel schwefelhaltige Alkoholika (wie zum Beispiel viele Weinsorten), so ist ihm ein gehöriger „Kater“ sicher, auch wenn der bedauernswerte Mensch nur wenige Schlucke zu sich genommen hat. Menschen mit erhöhten Harnsäurewerten im Blut haben sehr häufig einen Molybdänmangel.

Molybdän ist wichtig für: mindestens 3 wichtige Enzyme, in denen es enthalten ist: zum Beispiel in der Sulfitoxidase, welche die für den Stoffwechsel giftigen Sulfite in harmlose Sulfate umwandelt. Sulfite sind besonders in alkoholischen Getränken, gepökelter Wurst und Schinken sowie in getrockneten und geschwefelten Früchten und vielen industriell bearbeiteten Lebensmitteln vorhanden. Einige Enzyme, die Molybdän enthalten, sind wichtig für den Fettstoffwechsel, die Mobilisierung von Eisen und Kupfern und Sauerstoff-Stoffwechsel.

Molybdänmangel führt zu: Sulfitüberempfindlichkeit: diese Menschen reagieren auf diese Lebensmittel mit Kopfschmerzen, Kreislaufstörungen und Magen-Darm-Beschwerden. Bei extremer Sulfitüberempfindlichkeit kann es zu Atembeschwerden bis hin zur Atemnot, zu Bewusstlosigkeit, Benommenheit, niedrigem Blutdruck, Bauchkrämpfen mit starkem Durchfall, Schwellungen in Armen und Beinen, Hautrötungen oder Juckreiz bis hin zu Ekzemen, Ödemen an Händen, Füßen und um die Augen herum bis hin zum schweren Schock kommen. Auch Alkohol kann nur von der Leber abgebaut werden, wenn das molybdänhaltige Enzym Aldehydoxidase ausreichend vorhanden ist. Sulfite sind auch in schwefelhaltigen Medikamenten vorhanden (einige Antibiotika, Beruhigungsmittel, Herz-Kreislaufmittel, Asthmamittel, Schmerzmittel u.s.w.). Einige Wissenschaftler machen die Sulfite in diesen Medikamenten verantwortlich für allergische Reaktionen bei bestimmten Patienten, wenn diese Menschen insbesondere an Molybdänmangel leiden. In einigen Studien konnte gezeigt werden, dass Karies der Zähne gehäuft mit Molybdänmangel einher geht. Molybdän ist für das Enzym Xanthinoxidase notwendig, das Xanthin in Harnsäure umwandelt. Fleisch, Wurstwaren, Spargel und Bier enthalten viele Xanthine (Purine). Bei Molybdänmangel können Xanthine nicht abgebaut werden und es kommt zu Gichtanfällen, weil gleichzeitig die Harnsäure nicht ausgeschieden werden kann.
Interessanterweise sprechen auch erniedrigte Harnsäurewerte unter 4 Milligramm für einen Molybdänmangel.

Molybdänüberschuss führt zu: Wachstumsverzögerungen, Durchfällen und Unfruchtbarkeit (bei Ratten). Kupfer wird vermehrt ausgeschieden. Man nimmt an, dass der Mensch ähnlich auf zuviel Molybdän reagiert.