Zink

Zink (Zn) – für heile Haut und starke Abwehr

Allgemeines: Der Zinkgehalt im menschlichen Körper beträgt 2 bis 3 Gramm. Kein Element außer den Grundbausteinen Kohlenstoff, Wasserstoff, Sauerstoff, Phosphor und Schwefel ist in den lebenden Organismen so gut verbreitet sowohl was die Konzentration in den verschiedensten Organen als auch was die Variabilität der biologischen Funktionen betrifft.

Durchschnittlicher Tagesbedarf: bei leichter Arbeit mindestens 15 Milligramm sowohl für Männer als auch für Frauen.

Zink ist enthalten in: Vollkorngetreide, Linsen, Soja, Weizenkeimen, Käse, Kalbsleber und Austern.

Achtung: Wird das Getreide ausgemahlen, gehen allein 78 Prozent des Zinkgehalts verloren – und alle anderen wichtigen Bausteine selbstverständlich auch. Wie alle anderen Bausteine sollte auf jeden Fall Zink nur bei nachgewiesenen Mängeln in der richtigen Dosierung gegeben werden. Zinkdefizite werden besonders auch bei Säuglingen hervor gerufen, die statt Muttermilch künstliche Säuglingsnahrung erhalten. Äußerlich als Salbe angewendet, beschleunigt Zink die Wundheilung und verringert die Narbenbildung. Auch alle, die an Akne oder „Hautunreinheiten“ leiden, sind für Zinksalben in Verbindung mit Vitamin A, E und Pantothensäure sehr dankbar. Alkoholgenuss erhöht den Zinkverbrauch.

Zink ist wichtig für: die Enzyme des Erbmaterials. Zink ist zusammen mit Magnesium ein Gegenspieler des Calciums. Magnesium und Zink spielen eine maßgebliche Rolle im Eiweißstoffwechsel und bei der Zellneubildung, insbesondere bei Embryos. Akute und chronische Infektionen sowie Gewebsverletzungen und große Operationen können eine Verminderung der Zinkkonzentrationen zur Folge haben. Das Spurenelement Zink hat im Immunsystem sehr viele einzigartige Funktionen, die es vor allen anderen Spurenelementen auszeichnen. Das Besondere am Zink: an der Zellmembran wirkt es als Cofaktor und ist insgesamt für mehr als 70 Enzyme notwendig, bei 24 wichtigen Enzymen als Katalysator. Außerdem regt Zink die Aktivität der körpereigenen Fresszellen an, die Bakterien, Pilze, Viren und Krebszellen im wahrsten Sinne „auffressen“. Auch die „Gedächtniszellen“ werden durch Zink aktiv, die sich nach einer Infektion lebenslang an die überstandenen Erreger erinnern und bei erneutem Kontakt sofort spezifische Antikörper bilden. Zinkgaben bewähren sich in der Rheumatherapie und beim Morbus Crohn (entzündliche Darmerkrankung). Außerdem wird die Zuckerverwertung verbessert, so dass insulinbedürftige Diabetes-Patienten häufig weniger Insulin brauchen. Zink verhindert den „Rost“ auch beim Menschen. So ist Zink unbedingt notwendig für die Entgiftungsfunktionen und wird daher therapeutisch bei der Leberzirrhose – einschließlich der alkoholischen – sowie bei der Wilson-Krankheit und der Zöliakie (Glutenunverträglichkeit) eingesetzt. Es spielt eine große Rolle auch als Schutz gegen Umweltgifte.

Zinkmangel führt zu: starken Einbrüchen im Immunsystem. Dadurch wird die Abwehr gegen Bakterien, Viren, Pilze und auch gegen Krebserkrankungen vermindert. So ist interessant, dass bei AIDS-Patienten parallel zum Abfallen der T-Helferzellen auch entsprechend niedrige Zink-Konzentrationen gefunden werden. Nicht nur bei AIDS, auch bei diversen Tumoren, bei Gelenksentzündungen und bei Rheumaerkrankungen zeigt sich ein starker Zinkmangel, zusammen mit großen Mängeln an diversen Bausteinen. In der Schwangerschaft liegt ein besonders erhöhter Zinkbedarf vor. Zinkmangel führt zu einem frühzeitigen Blasensprung (Fruchtblase) und somit zur vorzeitigen Geburt bis hin zur Fehlgeburt. Zinkmangel führt bei Neugeborenen zu Missbildungen. Auch bei Diabetikern, frisch Operierten sowie Verbrennungsopfern und Menschen mit Leberzirrhose zeigt sich ein erhöhter Zinkbedarf. Zinkmanngel führt zu Potenzstörungen und Behinderung der Beweglichkeit von Spermien. Die Samenflüssigkeit hat den höchsten Zinkgehalt aller Körperflüssigkeiten. Ein Mangel an Zink führt außerdem zu Waschstumsstörungen, verminderter Stressbelastbarkeit, neurologischen und psychischen Erkrankungen, Durchfall, extremer Abmagerung durch Abzehrung, Haarausfall, Akne, schlechter Wundheilung, Antriebslosigkeit, Nachtblindheit und Schwellungen von Leber und Milz.
Werden Säuglinge mit Muttermilch ernährt, die zu wenig Zink enthält, kommt es sehr häufig zu Hautausschlägen an den Wangen, in den Mundwinkeln, an den Fingern und insbesondere im Bereich des Unterleibes.
Bei Diabetikern, die eine diabetische Polyneuropathie (Schäden an vielen Nerven) und Impotenz zeigen, werden erheblich erniedrigte Zinkwerte im Serum und in den Erythrozyten des Blutes nachgewiesen. Auch bei der Arteriosklerose zeigen sich starke Zinkmängel. Bei Patienten mit Leukämie, Lymphomen, Bronchial- und Speiseröhrenkrebs wurden stark erniedrigte Zinkspiegel fest gestellt. Bei Zinkmangel haben die Fingernägel oft weiße Flecken oder Punkte. Außerdem kommt es bei Zinkmangel zu Störungen des Geschmacks- und Geruchsvermögens. Gerade viele alte Menschen büßen durch ein Zinkdefizit diese Sinne ein, die für die Freude am Essen und Trinken notwendig sind. Durch geringe Nahrungsaufnahme wird die Versorgung mit ausreichenden Bausteinemengen noch mehr beeinträchtigt.
Bei Zinkmangel werden durch Zinkausgleich mit Hilfe der Zell-Milieu-Medizin Durchblutungsstörungen verhindert. Dazu gehört vor allem die sogenannte „Schaufensterkrankheit“, von der man spricht, wenn die Beine bereits nach jeweils wenigen Schritten durch Schmerzen zum Stehenbleiben zwingen.

Zinküberschuss: Eine chronische Zink-Toxizität ist nicht bekannt. Allerdings wird das empfindliche Gleichgewicht mit Kupfer gestört und es kommt zu Störungen der Aufnahme einiger Aminosäuren.